Kino

© Universal
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Filmkritik: 12 Years a Slave

 

Saratoga/New York, wenige Jahre vor Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861 – 1864).

 

Der Afro-Amerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) lebt mit seiner Frau und zwei Kindern ein einfaches aber glückliches Leben als freier Mann. Als zwei Fremde den virtuosen Geigenspieler für einen gut bezahlten Auftritt engagieren und danach noch zu einem Restaurantbesuch einladen, schöpft Solomon keinerlei Verdacht.

 

Umso größer ist sein Entsetzen, als er sich am nächsten Morgen in Ketten gelegt auf einem Sklavenschiff Richtung Louisiana wiederfindet! Alle Proteste und Hinweise auf seine verbrieften Freiheitsrechte verhallen ungehört: Northup wird verkauft und muss unter schlimmsten Bedingungen Fronarbeit leisten.

 

Zwölf lange Jahre sucht er, der Willkür und dem Sadismus des Sklavenhalters Edwin Epps (Michael Fassbender) ausgesetzt, nach einem Weg, sich aus der Gefangenschaft zu befreien. Sein Ziel heißt überleben – nur so bleibt ihm die Hoffnung, seine geliebte Familie wieder zu sehen...

Jeder, der den Film ansieht, soll die Geschichte selbst miterleben. Daher hier nicht mehr über die Geschichte. In diesem Film wird sehr direkt gezeigt was Sklaverei wirklich ist, und was es für die Menschen bedeutet. Dieser Film dürfte einer der besten Filme des Jahres, zumindest aber der letzten Jahre werden. Wenn man sich diesen Film ansieht, ist man mehr als nur schockiert über die Torturen, die die Menschen damals über sich ergehen lassen mussten. Er zeigt eine Härte, die man so nur selten in Filmen sieht, bringt aber auch Gesprächsstoff für einige Tage mit. Die Schauspieler bringen ihre Rollen perfekt auf den Punkt. Man leidet praktisch durchgehend mit den Personen. Anschließend muss auch Hans Zimmer noch gewürdigt werden. Er ist einfach der Gott der Kinomusik und das zeigt er hier wieder einmal. Diesen Film kann man ohne Probleme mehrfach ansehen und man ist immer wieder gepackt und schockiert. [zurück...]


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