Politik

Auf die Straße: Proteste gegen Artikel 13 in Frankfurt

Am Samstag, den 23.März 2019, war es laut in Frankfurt am Main. Laut Veranstalter haben sich rund 10.000 junge Erwachsene sowie Jugendliche versammelt, um gegen Artikel 11 und Artikel 13 der neuen Urheberrechtsreform, welche am 22.März zu Artikel 15 und 17 umbenannt worden waren, zu demonstrieren. In Frankfurt startete diese gegen 14.00 Uhr. Da sich leider die Fuhrwagen für die Organisatoren und Redner verspäteten, setzte sich der Zug erst etwa 90 Minuten nach dem ursprünglichen Start der Großdemo in Gang.

In 45 Minuten ging es vom Römer, am Main entlang, zum Willy Brand Platz. Auf diesem wurden die ersten Reden von Mitgliedern der Piraten Partei, Mitgliedern der FDP und weiteren Rednern gehalten. Die Reden handelten ausschließlich davon, wie man den Artikeln 11, 12 und 13 (jetzt 15,16 und 17), Einhalt gebieten könne. Der folgende Zug zum Goetheplatz, der als die letzte Station die Demo abschloss, wurde von hallender „Anti-Artikel 13“ Musik begleitet. Diese hielt die Demonstranten gut bei Laune, wirkte sich jedoch nicht negativ auf ihr Verhalten aus. Dort angekommen fanden dann wieder einige Reden statt. Dieses mal jedoch auch von einem Youtuber aus Marburg, zudem einem Mitglied der Humanistischen Partei Deutschland und erneut Mitgliedern der Piraten Partei. Allesamt handelten die Reden um das bereits genannte Thema der Demo; Artikel 11, 12 und 13 der anstehenden Urheberrechtsreform. Zwischendurch schallte erneut „Anti-Artikel 13“ Musik von den Wolkenkratzern wieder.

Doch nicht nur in Frankfurt wurde Demonstriert. Insgesamt waren die Demonstrationen in mehr als 80 Städten vertreten. Die 6. größte war dabei die in Frankfurt. In Deutschland gingen mehr als 200.000 Menschen auf die Straße, um gegen den ihrer Ansicht nach schlechten Lösungsansatz der EU zum Thema Urheberrecht im Internet vorzugehen. Die größten hierbei fanden in München und Berlin mit jeweils circa 40.000 Menschen statt. Europaweit waren es nach eigener Schätzung mehr als 300.000 Demonstranten.

 

Letztendlich waren die Demonstrationen ein voller Erfolg. Ob allerdings am Dienstag, den 26 März, während der finalen Abstimmung zur Urheberrechtsreform, auf die Bitten und Rufe der tausenden Demonstranten gehört wird, ist eine ganz andere Frage.

von: Fynn Schäffler, Philipp Moratzky